Der beste vegane Schokokuchen

Schokokuchen

Vor kurzem hatte meine kleine große Maus ihren dritten Geburtstag. Wie muss ein Kuchen sein, damit ihn alle Kinder mögen? Süß und mit viel Schokolade.

Zum Glück habe ich bereits vor ein paar Jahren das perfekte Schokokuchen Rezept gefunden. Dies habe ich nur ein klein wenig verändert und das vielfach erprobte Ergebnis findest du hier.

Schokokuchen

Rezept Schokokuchen

Zutaten

  • 200 g Weißmehl Dinkel 630 oder Weizen 550
  • 200 g Vollkornmehl Dinkel oder Weizen
  • 2 gestr. Esslöffel Backpulver
  • 40 g Backkakao
  • 200 g Zucker
  • 220 g (250 ml) geschmacksneutrales Öl z.B. Sonnenblumenöl
  • 350 ml kaltes Wasser
  • 1/2 TL Vanilleextrakt
  • 150 g vegane Kuvertüre z.B. von Alnatura
    oder 100 g Zartbitterschokolade und 50 g Margarine oder Kakaobutter
Backkakao für Schokokuchen

So wird´s gemacht

Mehl, Backpulver und Zucker in eine große Rührschüssel geben. Den Kakao klümpchenfrei in die Schüssel sieben.

Öl, Wasser und Vanilleextrakt hinzufügen und gut mixen.

Den Backofen auf 180°C Ober-Unterhitze vorheizen.
Den Teig in eine gefettete Springform geben und etwa 40 Minuten backen. Wenn bei der Stäbchenprobe kein Teig mehr kleben bleibt, ist der Kuchen fertig.

Du kannst den Teig auch in eine Kastenform geben, dann verlängert sich die Backzeit aber um mindestens 5 Minuten.

Wenn der Schokokuchen abgekühlt ist, die Kuvertüre schmelzen und gleichmäßig darauf verteilen. Bei Raumtemperatur bleibt die Kuvertüre relativ lang flüssig.

Um aus einem einfachen Schokokuchen einen Geburtstagskuchen zu machen habe ich ihn mit einer Blume aus Erdbeerscheiben und bunten Schokolinsen verziert. Leider sind viele Schokolinsen nicht vegan, manche nichtmal vegetarisch, da sie Schellack und Karmin enthalten können.

Varianten

Zebrakuchen

Den Teig anrühren ohne das Kakaopulver hinzuzufügen. Die Hälfte der Masse in eine weitere Schüssel geben. In eine der Schüsseln 20 g Kakaopulver sieben und gut unterrühren. Nun abwechseln weißen und dunklen Teig schöpflöffelweise in eine gefettete Springform geben

Marmorkuchen

Den Teig ohne Kakaopulver anrühren. Die Hälfte der Masse in eine gefettete Gugelhupfform geben. 20 g Kakaopulver zum restlichen Teig geben, gut unterrühren und gleichmäßig in die Gugelhupfform fließen lassen. Nun mit einem Löffelstiel durch kreisende Bewegungen den dunklen Teig in den Hellen ziehen. So entsteht ein leichtes Marmormuster. Wenn du eine bauchige Gugelhupfform verwendest verlängert sich die Backzeit um gute 5 Minuten.

Marmorkuchen

Regenbogenzebra

Im Rezept das Kakaopulver durch eine Pipette voll Schoko-Flavour-Drops ersetzen. Dieses bedingt keine dunkle Färbung des Teiges, schmeckt aber trotzdem sehr schokoladig. Den Teig auf mehrere Schüsseln gleichmäßig aufteilen. In jede Schüssel einen Klecks Lebensmittelfarbe geben. Je mehr Farben gewünscht oder vorhanden sind, desto mehr Schüsseln werden benötigt. Die Farbe gut unterrühren. Wie beim Zebrakuchen die verschiedenen Teigfarben abwechselnd schöpflöffelweise in eine gefettete Springform geben.

Protipp

Verwende zum anrühren von Teigen bevorzugt eine Edelstahlschüssel. Durch die schnellen Bewegungen der Schneebesen kann von Kunststoffschüsseln Mikroplastik abgeschabt werden. Diese Krümelchen gelangen dann in das Rührgut und werden damit verzehrt.

Das ursprüngliche Rezept habe ich aus dem Kochbuch “Vegan lecker lecker”. Eine tolle Rezeptsammlung, die es aber nicht mehr neu, sondern nur noch gebraucht gibt.

Rührschüssel Edelstahl

Mehr zu Mikroplastik findest du in diesem Artikel.

Mehr Rezepte findest du hier.

Schokokuchen Schokokuchen

Mandelhörnchen, vegan und glutenfrei

Vor einiger Zeit bekamen mein Mann und ich eine Einladung zu einer Hochzeitsfeier. Unsere gemeinsame Freundin lässt sich trauen, und natürlich haben wir beide unsere Hilfe angeboten. Mein Mann hat viel Zeit in die Vorbereitung des Brautautos gesteckt. Ich hingegen wurde von der Braut gefragt, ob ich etwas backen kann. Da ein Gast bereits im Vorfeld angemerkt hat, Zöliakie zu haben, wurde ich gebeten etwas glutenfreies zu backen. Meine erste Reaktion war eher zurückhaltend, da ich noch nie bewusst etwas glutenfreies gebacken habe. Nach einigem hin und her überlegen erhielt ich einen guten Rat: “Back etwas, in dem sowieso kein Mehl ist. Zum Beispiel Mandelhörnchen.” Perfekt! Ich liebe Marzipan.

Bald war ein passendes Rezept gefunden, welches ich aber modifiziert habe. Also schnapp dir die Mandeln und los geht’s.

Der Teig

200 g Marzipanrohmasse*
250 g gem. Mandeln*
80 ml Sojamilch
30 g Stärke
1 TL Backpulver
80 g Zucker
1/2 Flasche Vanillearoma oder 1 TL Vanillepaste*
1 Prise Salz

Außerdem

100 g gehobelte Mandeln
80 – 100 g Zartbitter-Schokolade
1 TL Kokosöl

So werden die Mandelhörnchen gemacht

Die Marzipanrohmasse mit einem Messer in kleine Stücke schneiden und in eine Rührschüssel geben. Die restlichen Zutaten für den Teig hinzugeben und verrühren. Es sollte eine zwar klebrige, aber formbare Masse entstehen. Für einen kernigeren Geschmack kannst du 100 g der gemahlenen Mandeln durch 100 g gemahlene, geröstete Haselnüsse ersetzen.

Die Mandelblättchen in eine flache Schüssel füllen. Den Teig in etwa 24 gleiche Stücke teilen und daraus Hörnchen formen. Wenn die Hände nass gemacht werden, klebt der Teig nicht so leicht daran. Dies hat aber den Nachteil, dass die Mandelblättchen nicht so gut an den Hörnchen halten. Die Hörnchen in den gehobelten Mandeln wenden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes oder gefettetes Backblech legen.

Mandelhörnchen

Im auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofen ca. 10 bis 15 Minuten goldgelb backen.

Mandelhörnchen

Die Schokolade und das Kokosöl in eine feuerfeste Schüssel geben und für mehrere Minuten in den ausgeschalteten, aber noch warmen Ofen stellen. Die Schokolade mit dem Kokosöl verrühren und die abgekühlten Mandelhörnchen auf beiden Seiten eintauchen. Auf einem Gitter ablegen und trocknen lassen.

Mandelhörnchen

Mandeln und Nachhaltigkeit

Mandeln haben einerseits einen hohen Protein- und Ballaststoffgehalt, andererseits aber auch einen hohen Wasserverbrauch (Quelle). Wer nicht auf diese leckeren Kerne verzichten möchte kann darauf achten keine Mandeln aus Kalifornien zu kaufen. Dort ist der Wasserverbrauch erheblich, außerdem werden zur Mandelblüte LKW-weise die Bienen angekarrt um dort die Blüten zu bestäuben. Etwas besser ist es spanische Mandeln zu kaufen. Wie bei vielen anderen Lebensmitteln auch, ist es bei Mandeln ratsam nur dann welche zu kaufen, wenn sie wirklich gebraucht werden und nur so viele, wie tatsächlich benötigt werden. Außerdem ist es ratsam geöffnete Packungen zeitnah in z.B. Schraubgläser abzufüllen, da Lebensmittelmotten Mandeln lieben.

Du möchtest mehr vegane Leckereien ins Kuchenbuffet bringen? Bei mir findest du Rezepte für Zitronen– und Vanillemuffins.

Viele weitere Rezepte findest du hier.

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Panierter Patisson-Kürbis / 1 einfaches Rezept

Herbstzeit ist Kürbiszeit. Und während an allen Straßenständen und in allen Supermärkten überwiegend Butternut- und Hokkaidokürbisse angeboten werden, probiere ich gerne andere Sorten aus.

Eine meiner Lieblingssorten ist der Sweet Dumpling. Ihn zeichnet seine kleine Größe aus. Gerademal faustgroß werden diese Früchte und schmecken gebacken aus dem Ofen einfach himmlisch. Zu dieser Sorte gibt es mit Sicherheit im Laufe dieser Saison noch einen Beitrag, sofern ich einen Hofladen finde, der ihn anbietet.

Doch nun zum eigentlichen Thema. Der Hofladen meines Vertrauens bietet viele verschiedene Küribssorten an. Unter anderem den Patisson. Ihn zeichnet seine besondere Form aus, die ihm auch den alternativen Namen “Bischofsmütze” eingebracht hat. Es gibt ihn in verschiedenen Farbnuancen zwischen orange und weiß. Er lässt sich leicht schälen und schmeckt sehr fein.

Patisson Kürbis

Bei meinem letzten Einkauf im Hofladen habe ich ein relativ großes Exemplar mit 1,2 kg Gewicht mitgenommen. Da ich gerne neues ausprobiere habe ich mal keine klassische Suppe daraus gekocht, sondern ihn in Scheiben geschnitten, paniert und in der Pfanne gebacken.

Rezept panierter Kürbis

  • 1 großer Patissonkürbis
  • 100 g Mehl
  • 100 ml Wasser
  • Salz, Pfeffer
  • Semmelbrösel oder Brotbrösel
  • erhitzbares Öl z.B. Rapsöl

In einem großen Topf ausreichend Wasser und einen Esslöffel Salz geben und erhitzen. In der Zwischenzeit den Kürbis halbieren, entkernen und in max. 2 cm dicke Spalten schneiden.

Sobald das Wasser siedet, die Stücke hineingeben und 10 Minuten blanchieren. Abseihen und etwas abkühlen lassen

In der Zwischenzeit das Mehl mit etwas Salz und Pfeffer in einem Teller vermischen, das Wasser hinzugeben und zu einem leicht flüssigen Teig verrühren.

Patisson Kürbis panieren

Sie Semmel- oder Brotbrösel in einen zweiten Teller geben. Mithilfe einer Gabel die Kürbisstücke erst im Teig, dann im Paniermehl wenden.

Patisson Kürbis panieren

Alle Stücke panieren und auf einem großen Teller bereitlegen.
In einer großen Pfanne ausreichend Öl erhitzen und von beiden Seiten kross anbraten.

gebackener Patissonkürbis
Gebackene Kürbisstücke mit Bratkartoffeln

Dazu passen sehr gut Bratkartoffeln oder gedämpftes Gemüse.

Extra Tipp

Manchmal bleibt eine Scheibe Brot übrig und wird trocken. Oder die Kinder mögen die Rinde nicht. Die schneide ich vor dem Bestreichen ab. Dann lagere ich sie ungefähr zwei Tage so, dass sie von allen Seiten durchtrocknen kann. Sobald sich drei oder vier Scheiben angesammelt haben, gebe ich sie in den Zerkleinerer meiner Küchenmaschine.
Die Brotkrümel lagere ich in einem großen Glas um sie später zum panieren zu verwenden.

Paniermehl diy

Du liebst das vielseitige Herbstgemüse genauso wie ich? Dann habe ich eine Blogempfehlung für dich.
Bei Pflanzlichmitkristina findest du viele Rezepte z.B. Pumpkin Pie Overnight Oats.

Weitere Rezepte findest du hier.

Zwetschgen restlos verwerten / 4 Rezepte

Eine beliebte Sommerfrucht ist die Zwetschge. Zusammen mit den Mirabellen gehören sie zu den Pflaumen. Reif sind die ovalen, dunkellila Früchte zwischen Juli und September. Sie bestehen zu 85% aus Wasser und enthalten zudem Nährstoffe wie Kalzium, Eisen und Magnesium.

Es gibt sehr viele Möglichkeiten die süßen Zwetschgen zu verarbeiten. Hier zeige ich, wie ihr in einem Aufwasch 3 Rezepte ausprobieren könnt.

Zwetschgen
Zwetschgen

Zwetschgenmuß

  • 1 kg Zwetschgen
  • 50 ml Wasser
  • 2 EL brauner Zucker
  • 1 Prise Zimt (optional)
  • 2 – 3 kleine sterile Schraubgläser

Die Zwetschgen aufschneiden, entsteinen und die Steine in ein steriles Glas geben. Die wurmigen Zwetschgen entweder in die Biotonne, oder, was noch besser wäre, in den ggf. vorhandenen Bokashi-Eimer* (Es handelt sich hierbei um einen Eimer, in den man zusammen mit Mikroorganismen Biomüll geben kann, sodass nach einer Weile Dünger entsteht) oder den Kompost geben.

Die Früchte in einen weiten Topf geben, das Wasser darübergießen und mit Deckel bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Die Früchte sind gar, wenn sie sich aufblähen und mit der Gabel zerdrücken lassen.

Wenn man die Zwetschgen jetzt püriert, wird das Muß sehr wässrig. Deshalb wird das überschüssige Wasser in ein sauberes Glas gegossen. Um Schwebstoffen vorzubeugen, kann ein Stofftaschentuch oder ein Stoffteebeutel in das Glas gehängt werden.

Nun alles gut pürieren, Zucker und Zimt hinzufügen, nochmal aufkochen und in vorbereitete sterile Gläser füllen. Rand ggf. abwischen und sofort fest verschließen. Ein umdrehen auf den Kopf ist nicht notwendig.

Beim abkühlen macht es irgendwann „Knack“. Diese Gläser können bis zu 10 Monate an einem dunklen Ort aufbewahrt werden.

Sie schmecken im Winter hervorragend zu Vanilleeis.

Zwetschgensaft

Den Saft, der während der Zubereitung in ein Glas gefüllt wurde, abkühlen lassen, das Glas verschließen und innerhalb 2 Tagen aufbrauchen. Das Glas kann aber auch eingefroren werden, sofern es nur bis zu 2/3 gefüllt ist.

Zwetgschgenkernlikör

Während der Vorbereitung wurden die Kerne in einem Glas gesammelt. Nun wird Kandiszucker hinzugefügt. Das Verhältnis Kerne/Kandis sollte 1/1 betragen. Nun das Glas mit Vodka, Rum oder Cachaca* auffüllen. Das Verhältnis beträgt nun 1 Teil Kerne, 1 Teil Kandis, 5 Teile Alkohol. Den Likör an einem dunklen Ort 4-5 Wochen ziehen lassen und regelmäßig schütteln. Danach in eine Flasche füllen, die Kerne dabei auffangen und entsorgen.

Die selbe Vorgehensweise eignet sich auch für Pfirsiche und Pflaumen.

Zwetschgen
Zwetschgenmuß, -saft und -kernlikör

Rotweinzwetschgen

  • 2 kg Zwetschgen
  • 500 ml trockener Rotwein
  • 200 ml Traubensaft (z.B. selbst gemacht vom letzten Jahr)
  • 100 g Zucker
  • 1 Zimtstange
  • 5-6 kleine sterile Sturzgläser*

Rotwein, Traubensaft, Zucker und Zimtstange in einen großen Topf geben. Mit Deckel erhitzen bis es siedet und ohne Deckel 20 Minuten lang leise köcheln lassen. Danach abkühlen lassen und die Zimtstange entfernen.

In der Zwischenzeit werden die Zwetschgen halbiert und entkernt. Wenn du möchtest, kannst du die Kerne wieder in einem sauberen Glas sammeln um später einen Zwetschgenkernlikör herzustellen.

Die rohen Früchte werden nun eng in die Sturzgläser geschichtet. An diesem Punkt wird klar, warum du diese Art Gläser verwenden solltest. Gläser mit einem engen Hals lassen sich nur schlecht befüllen. Der Rotweinguss wird vorsichtig in die Gläser gegossen, sodass ein guter Zentimeter Luft zum oberen Rand bleibt. Die Gläser fest verschließen.

Die vollen Gläser in das tiefe Blech des Backofens stellen, sodass sie sich nicht berühren und Wasser hineingießen. Das Wasser sollte ca. 2 cm hoch stehen. Das machst du am besten, wenn das Blech bereits im kalten Ofen steht.

Den Backofen auf 80°C stellen und die Rotweinzwetschgen ca. 30 Minuten erhitzen. Danach die Ofentür öffnen und langsam abkühlen lassen. Während des Abkühlens macht es „Knack“. Die Gläser sind nun dicht und lassen sich bis zu 10 Monate an einem dunklen Ort lagern. Prüfe bitte alle Gläser, bei mir ist manchmal eins dabei, das nicht schließt. Das muss zeitnah aufgebraucht werden.

Rotweinzwetschgen
Rotweinzwetschgen

Gläser sterilisieren

Die Gläser könnt ihr in einem Flaschensterilisator (z.B. von Nip*), oder im Backofen sterilisieren. Dazu werden die Schraubgläser mit Wasser ausgespült, feucht und offen in den kalten Ofen gestellt, die Deckel werden dazugelegt und bei 100°C 20 Minuten erhitzt. Nach dem abkühlen nicht hineinfassen und den Deckel nicht an der Innenseite anfassen. Fest verschlossen können sterilisierte Gläser einige Zeit aufbewahrt werden, ohne dass sie beim nächsten Einsatz erneut sterilisiert werden müssen. Ich habe meist 2 – 3 Gläser im Vorratsschrank um auch mal spontan z.B. Marmelade kochen zu können.

Extra Tipp

Schraubgläser zum Einkochen von Obst und Gemüse müssen nicht gekauft werden. Alle möglichen Lebensmittel, die man ohnehin auf seinem Einkaufszettel stehen hat, kommen in Gläsern verpackt. z.B. Essiggurken oder Kichererbsen. Zudem bekomme ich häufig leere Gläser von Bekannten und Verwandten, die selbst nichts einkochen. Die bekommen als Dank immer mal wieder ein Glas Marmelade oder ähnliches. Manche der Gläser verwende ich auch zur Aufbewahrung von Linsen oder ähnlichen trockenen Lebensmitteln.

Weitere Rezepte findest du hier und Küchentipps hier.

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Der perfekte Pizzateig

Pizza ist bei Alt und Jung eine beliebte Speise. Um den Teig herzustellen, braucht es nur wenige Zutaten. Beim Belag kann man auf klassische Varianten wie Tomate-Mozzarella zurückgreifen oder ausgefallene Kombinationen wie Spinat und veganen Thunfisch ausprobieren. Und selbst wenn verschiedene Geschmäcker zusammentreffen kann sich jeder seine Ecke oder seine Pizza so belegen wie er mag.

So ist es zumindest bei uns wenn wir einen gemütlichen Pizzaabend mit Freunden und Verwandten veranstalten. Jeder darf Wünsche äußern und jede Pizza bekommt ihren individuellen Belag.

Aber was braucht man für den perfekten Pizzateig?

Was macht den perfekten Teig aus?

Er ist sehr elastisch und kann in Form gezogen werden. Ausrollen ist nicht zwingend erforderlich.
Er reißt nicht beim ziehen und besteht aus einem Mehl mit einem hohen Eiweißgehalt.

Lohnt es sich italienisches Pizzamehl zu kaufen?

Das in Italien äußerst beliebte Mehl der Marke Caputo* kann man in Deutschland nicht einfach im Supermarkt kaufen. Natürlich gibt es diverse Online-Shops die es anbieten. Dennoch ist es nur wenig Sinnvoll es zu kaufen. Die Mühle ist inzwischen so groß, dass das benötigte Getreide nicht mehr ausschließlich in Italien angebaut wird, sondern aus Amerika nach Italien gebracht wird, wo es gemahlen wird. Da die Mühle ihren Standort in Neapel hat, ist der Weg bis nach Deutschland weit. Die Klimabilanz würde ich persönlich als ungünstig einstufen.

Das Geheimnis des Caputo Mehls ist der hohe Eiweißgehalt der verwendeten Weizensorte. Ca. 13 %

Gibt es heimische Alternativen?

Die in Deutschland heimischen Weizensorten haben einen geringeren Eiweißgehalt von ca. 10 – 11 %. Anders sieht es da bei Dinkel aus. Das hat von Natur aus einen etwas höheren Eiweißgehalt von ca. 13 %. Daher ist meine Empfehlung eine Mehlmischung zu verwenden.

2/3 Weizenmehl Typ 550
1/3 Dinkelmehl Typ 1050

Denkbar ist natürlich auch eine reine Dinkelpizza mit Dinkelmehl Typ 630.

Die Hefe

Ich weiß, dass viele Rezepte Trockenhefe enthalten und die auch gern verwendet wird weil sie lange haltbar ist. Aber dennoch empfehle ich Frischhefe, da die Backergebnisse besser werden als mit Trockenhefe.

Frisch gekauft hält sich so ein Hefewürfel mehrere Tage im Kühlschrank. Er lässt sich aber auch wunderbar, am besten bereits vorportioniert, einfrieren. Die Triebkraft bleibt mehrere Wochen erhalten. Hefe ist etwas, das in meinem Haushalt nur selten ausgeht. Es ist zumeist ein Würfel im Gefrierfach.

Die Menge der Hefe variiert je nach der geplanten Garzeit des Teiges. Bei einer längeren Teigführung wie ich sie hier beschreibe reichen 5 g frische Hefe auf 500 g Mehl vollkommen aus.

Die benötigte Menge Hefe wird in lauwarmen Wasser zusammen mit einer Prise Zucker aufgelöst und für 15 Minuten beiseite gestellt. Für 500 g Mehl benötigt man 220 – 250 ml Wasser.

Die Knetdauer

Je länger ein Teig geknetet wird, desto elastischer und geschmeidiger wird er. In den meisten Rezepten ist von ein paar Minuten die Rede. Aber aus Erfahrung weiß ich inzwischen, dass das viel zu kurz ist. Ein guter Pizzateig wird 20 Minuten in der Küchenmaschine geknetet.

5 Minuten auf Stufe 1
15 Minuten auf Stufe 2

Stockbrot Teig
Teig in der Küchenmaschine

Die Gare

Je weniger Hefe desto länger die Gare.
Je länger die Gare desto elastischer der Teig.

Hefegebäck wird durch den langsam Abbau des enthaltenen Eiweiß bekömmlicher.

ABER: Es gibt auch eine sog. Übergare. Hier wurde der Teig zu lange gehen gelassen und zuviel des Eiweiß abgebaut. Der Teig reißt leicht. Bei der Gare im Kühlschrank wird dieser Punkt ab ca. 72 Stunden erreicht.

Einen wirklich ausführlichen Beitrag zu langen Reifezeiten und was dabei zu beachten ist findest du bei dasbackstuebchen.de

Die Garzeit hängt davon ab ob du den Teig bei Raumtemperatur oder im Kühlschrank gehen lassen möchtest.

Wenn ich abends Pizza backen möchte, dann richte ich den Teig am späten Vormittag her und lasse ihn bei Raumtemperatur ca. 6 Stunden gehen.

Wenn ich Tags vorher schon weiß, dass ich Teig brauche und vll. sogar schon am Mittag Pizza essen möchte, dann stelle ich ihn am vorabend her und lasse ihn im Kühlschrank 14 – 18 Stunden gehen.

Bevor der Teig ausgerollt bzw. gezogen werden kann, teile ich den Teigklumpen in gleichmäßige Stücke, schleife sie rund und lasse sie, mit einem Leintuch abgedeckt, weitere 30 Minuten bei Raumtemperatur garen.

Pizzateig
Bild von Andreas Lischka auf Pixabay

Das Backen

Den Backofen mitsamt Pizzastein* eine Stunde lang auf 250°C aufheizen.

Das Teigbrett mit feinem Hartweizengrieß bestreuen und den Teigling kurz durchkneten. Nun vorsichtig mit beiden Händen gleichmäßig in eine runde Form ziehen. Dies braucht etwas Übung. Wenn du es nicht beim ersten Mal schaffst, keine Sorge. Es ist kein Problem den Teig mit einem Nudelholz auszuwellen.

Den in Form gebrachten Teig auf einen mit Hartweizengrieß bestreuten Pizzaschieber legen und zügig belegen. Tomatensoße – Käse – Belag. Anschließend in den Ofen einschießen.

Die Pizza am besten beim Backen im Auge behalten, da es bei diesen Temperaturen nur wenige Minuten dauert bis sie fertig ist. Dies erkennt man an der leicht braunen Färbung des Randes.

Das Rezept

  • 350 g Weizenmehl Typ 550
  • 150 g Dinkelmehl Typ 1050*
  • 1 TL Salz
  • 2 EL Olivenöl
  • 220 ml lauwarmes Wasser
  • 5 g frische Hefe
  • 1 Prise Zucker

Hefe und Zucker in dem Wasser auflösen und 15 Minuten beiseitestellen.
Die trockenen Zutaten und das Olivenöl in eine Rührschüssel geben.

Das Hefewasser zum Mehl geben und wie oben beschrieben 20 Minuten kneten.

Wenn du Hefeteig genauso gerne machst wie wir, findest du hier noch ein Rezept für Stockbrot.

Weitere Rezepte findest du hier.

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Super leckeres Stockbrot Rezept

Stockbrot gehört zu einem chilligen Abend am Lagerfeuer. Vor allem Kinder empfinden diese Art des Slow Food als Abenteuer. Ein einfaches, günstiges und leckeres Abenteuer.

Zutaten für 5 – 6 Stockbrote

Teig Zubereitung

Hefe und Zucker in Wasser auflösen und ein paar Minuten beiseite stellen.
Mehlsorten, Salz und Olivenöl in eine große Teigschüssel geben.
Hefewasser hinzufügen und mindestens 10 Minuten mit dem Knethaken durchkneten.

Durch den Dinkelanteil (Dinkelmehl hat einen höheren Eiweißgehalt als Weizen) und die lange Knetzeit wird der Teig sehr elastisch. Diese Eigenschaft brauchst du später um den Teig gut um den Stock wickeln zu können.

Der geringe Hefeanteil wird durch eine lange Gehzeit ausgeglichen. Sie sollte ca. 8 Stunden betragen.

Stockbrot Teig
Stockbrot Teig

Diese Stöcke eignen sich

Die Stöcke sollten frisch geschnitten und mindestens einen Zentimeter Durchmesser haben. Die Länge sollte einen guten Meter betragen. Am dünneren Ende des Stocks die Rinde mit einem scharfen Messer entfernen, sodass mindestens 20 cm Zentimeter des Holzes freigelegt werden.

Welche Baumarten eignen sich und welche nicht?

Geeignet:

  • Haselnuss
  • Weide
  • Buche

Nicht geeignet:

  • Bambus (brennt schnell)
  • Fichte / Tanne (brennt schnell)
  • Eibe (giftig)
  • Holunder / Elder (giftig)

(Weitere Rezeptideen für Stockbrote findest du bei die-ganze-Portion.de)

Am Lagerfeuer

An einer geeigneten Feuerstelle früh genug mit dem aufschlichten des Holzes für das Lagerfeuer beginnen. Erst, wenn das Holz nicht mehr lichterloh brennt kannst du mit dem Zubereiten des Stockbrotes beginnen. Genügend Holz zum nachlegen bereitstellen und immer nur wenige kleine Scheite zum nachfeuern verwenden.

Vom Teigklumpen ein Stück abreißen und mit den Händen langziehen. Um den Stock wickeln, sodass ein paar Zentimeter vorne überschauen, die über die Stockspitze gelegt werden können.

Das Stockbrot über die Glut halten und immer wieder drehen. Bis das Brot fertig ist, vergeht einige Zeit.

Das Brot ist fertig, wenn es sich vom Stock ziehen lässt, ohne das klebrige Teigreste am Stock kleben bleiben. Achtung, es ist sehr heiß.

Stockbrot
Stockbrot über der Glut

Guten Appetit

Das Stockbrot nun einfach so essen, eine frisch gebratene Bratwurst in das Loch stecken (Lagerfeuercorndog) oder aufschneiden und Frischkäse oder ähnliches drauf.

Tipps für den perfekten Pizzateig findest du hier.

Weitere Rezepte findest du hier.

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Der 7 Tage Kochplan

Vor ein paar Jahren haben mein Mann und ich begonnen uns am Sonntag Abend zu überlegen, was wir in der nächsten Woche kochen möchten. Zum einen können wir damit sparen da nur das auf den Einkaufszettel kommt was auch wirklich benötigt wird. Zum anderen können wir mit dem Kochplan der Lebensmittelverschwendung entgegenwirken. Außerdem kochen wir seitdem abwechslungsreicher, gesünder und mit viel weniger Fleisch.

Je nach Jahreszeit variiert das Obst und Gemüse das in den Rezepten zum Einsatz kommt. Wenn ich Inspiration brauche oder nicht sicher bin was gerade Saison hat, dann schaue ich im Saisonkalender von Utopia nach.

Kochplan

Kochplan
Kochplan

Nudeln mit Tomaten-Cashew-Soße

Cashewkerne mit heißem Wasser übergießen und 2 – 3 Stunden einweichen. Danach abseihen.

Tomaten und Knoblauch mit Öl und Paprikapulver in einer feuerfesten Form 10 Minuten bei 180° backen und abkühlen lassen.

Nudeln nach Packungsanweisung kochen.

1-2 Schöpfer Nudelwasser
Gebackenes Gemüse
Cashewkerne*
Salz und Pfeffer
Gewürze
In einen Standmixer geben und ordentlich mixen

Nudeln und Soße im Teller vermischen, wer´s würziger mag kann noch etwas nachschärfen (z.B. mit dem Spicy Spice von Reishunger*)

Weißer Bohneneintopf

Zutaten:

  • Weiße Bohnen
  • Zwiebel
  • Knoblauch
  • Gemüsebrühenpulver
  • Curry, Pfeffer, Kräuter
  • Tomaten
  • Mairübchen (Oder saisonal bedingtes anderes Gemüse wie Brokkoli, Karotten, Pastinaken)
  • Hafer-* oder Sojasahne*

Weiße Bohnen in ausreichend Wasser mindestens 12 Stunden einweichen. Am besten im Kochplan am vorherigen Tag vermerken, dass die Bohnen ins Wasser müssen.

Das Einweichwasser wegschütten, die Bohnen nochmal spülen und in der doppelten Menge Gemüsebrühe kochen. Oftmals liest man, dass man in das Kochwasser für Hülsenfrüchte kein Salz geben darf, da das die Kochzeit verlängert. Aber z.B. Beanbeat.de schreibt, dass das nicht stimmt und man guten Gewissens Salz verwenden darf.

Zwiebel und Knoblauch klein schneiden und zu den Bohnen geben. Mit Curry, Pfeffer und Kräutern würzen.

Nach 45 Minuten kochzeit das kleingeschnittene Gemüse und die Sahne hinzufügen und weitere 20 Minuten köcheln lassen. Zum Schluss einen Schuss Essig hinzufügen und ggf. weiter nachwürzen.

Ofengemüse mit Kichererbsen

Zutaten

  • Kartoffeln
  • Karotten
  • Fenchel
  • Kirschtomaten
  • Paprika
  • Zwiebel
  • Knoblauch
  • gekochte Kichererbsen (oder aus dem Glas*)
  • n.B. Tofu
  • n.B. anderes Gemüse wie Blumenkohl, Pastinaken

Kartoffeln, Knoblauch und Karotten schälen und würfeln, Paprika waschen und schneiden, Kichererbsen abseihen. Ggf. Tofu und weiteres Gemüse klein schneiden. In einer großen Schüssel mit Olivenöl, Salz, Pfeffer, Paprika und Kräutern mischen. Gleichmäßig auf einem Backblech ausbreiten.

Fenchel säubern und klein schneiden, Kirschtomaten waschen und halbieren, Zwiebel schälen und grob schneiden. In einer Schüssel mit Olivenöl und Agavendicksaft vermischen und gleichmäßig über das restliche Gemüse geben.

Im Backofen 30 Minuten bei 180° Umluft oder 200° Ober- Unterhitze backen.

Tortillafladen mit Pulled Jackfruit

An einem Tag der Woche bringt der Kochplan ein Rezept für einen geselligen Abend. Jeder darf sich seinen Wrap so füllen wie er mag. Wenn du zusammen mit mehreren Personen isst kann es sinnvoll sein eine zweite Füllung zu machen. z.B. mit Sojahack in mediterraner Tomatensoße.

Tortillafladen kann man entweder kaufen, oder ganz einfach und mit wenigen Zutaten selber machen. Das Rezept habe ich aus meinem Lieblingskochbuch Vegan lecker lecker*.

Zutaten Tortillafladen:

  • 200 g Mehl
  • 1/2 EL Salz
  • 1 TL Backpulver
  • 100 ml Wasser
  • 1 EL Öl (8 g)

Die trockenen Zutaten vermischen, die flüssigen Zutaten hinzugeben und mit den Knethaken des Mixers verrühren. Den Teig mit den Händen mehrere Minuten kneten und dann in vier gleichgroße Kugeln teilen.

Erst mit den Händen flach drücken, dann mit einem Teigroller auf Pfannengröße dünn ausrollen.

Die Pfanne erhitzen und den Fladen auf beiden Seiten erhitzen. Wenn sich kleine braune Blasen bilden sind sie fertig. Damit sie nicht austrocknen die fertigen Fladen zwischen zwei Tellern lagern.

Zutaten Pulled Jackfruit:

Jackfruit abseihen und in einer Schüssel mit ausreichend Wasser übergießen. Das Natron hinzugeben, gut umrühren und mindestens eine Stunde ziehen lassen. Dieser Schritt wird empfohlen die Jackfruit schmackhafter zu machen. Manche beklagen den bitteren Geschmack wenn sie nicht mit Natronwasser behandelt wird. Jackfruit gut abtropfen lassen.

Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Jackfruit und kleingeschnittene Zwiebel hineingeben und gut anbraten. BBQ-Sauce hinzufügen und erhitzen.

Weitere Zutaten:

  • Zwiebel
  • Tomaten
  • Paprika
  • Gurke
  • Blattsalat

Gemüse säubern und klein schneiden. In Schälchen auf dem Tisch anrichten.

Fladen auf einen großen Teller legen, Pulled Jackfruit in die Mitte geben, Gemüse und Salat hinzufügen und zusammenfalten.

Gartensalat mit gebratenem Allerlei

Zutaten Gartensalat:

  • Blattsalat
  • Gurke
  • Tomate
  • Wildkräuter wie Spitzwegerichblätter, Gänseblümchen, junge Löwenzahnblätter
  • Gartenkräuter wie Schnittlauch, Basilikum
  • rote Johannisbeeren oder Erdbeeren oder Himbeeren
  • Olivenöl, Essig, Salz, Pfeffer

Gemüse und Blätter säubern und zerkleinern.

Früchte mit einer Gabel zerdrücken, mit Olivenöl, Essig, Salz und Pfeffer verrühren.

Alles in eine große Schüssel geben und gut vermischen.

Das gebratene Allerlei besteht aus allen möglichen vegetarischen und veganen Ersatzprodukten wie Seitanwürstchen*, pflanzlichen Fischstäbchen, Tempeh oder Falafel*.

Gemüsecremesuppe

Gemüsecremesuppe kannst du je nach Saison und Geschmack jedes mal mit anderen Gemüsesorten zubereiten. Am besten eignen sich feste Gemüsesorten.

Mögliche Kombinationsmöglichkeiten sind:

  • Karotte, Kartoffel, Kohlrabi
  • Karotte, Pastinake, Brokkoli
  • Kartoffel, Blumenkohl, Brokkoli

Am besten verwendest du Biogemüse, dann kannst du aus den Resten und Schalen Gemüsebrühe kochen und sie portionsweise einfrieren. Das Rezept dazu gibt es hier.

Das Gemüse schälen und grob schneiden. In einen großen Topf geben und mit Wasser übergießen, bis das Gemüse vollständig bedeckt ist. Salz und Gartenkräuter hinzufügen, zum kochen bringen und ca. 20 Minuten köcheln lassen. Sobald alles weichgekocht ist bis zur gewünschten Konsistenz pürieren.

Mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und evtl. Currypulver abschmecken. Je nach Geschmack kannst du noch Kokossahne oder andere Sahne hinzufügen.

Reste / Brotzeit

Am letzten Tag des Kochplans gibt es Reste und Brotzeit.
Du kannst z.B. aus Gemüseresten einen Gemüseauflauf machen.
Hier findest du ein Rezept für Sonntagsbrötchen. So kannst du eine wunderbare Brotzeit herrichten. z.B. mit Avocado, Gurken und Tomaten. (Aus den Avocadokernen kannst du noch Haarpflege und Hautpflege herstellen.)

Kochplan Gemüseauflauf
Gemüseauflauf mit Brokkoli, Karotten und Rote Bete

Weitere Rezepte findest du hier.

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Löwenzahn – 4 Verwendungsmöglichkeiten

Es ist April und seit ein paar Tagen blüht der erste Löwenzahn. Sehr zur Freude der Bienen und anderen Insekten. Für sie ist er zusammen mit anderen Frühblühern wie Krokus und Narzisse eine wichtige Nahrungsquelle. (Wikipedia)

löwenzahn
Löwenzahn wächst überall

Was viele nicht wissen ist, dass alle Teile essbar sind. Von der Blüte bis zur Wurzel. Ich habe für euch mehrere Rezepte zusammengetragen.

Löwenzahnsirup

Dieser Honigersatz lässt sich mit nur wenigen Zutaten herstellen, benötigt aber etwas Zeit.

  • 100 g Löwenzahnblüten (ca. 100 Stück)
  • 1 Liter Wasser
  • 1/2 unbehandelte Zitrone
  • 1 kg Zucker
  • 3 – 4 sterilisierte Gläser

Der Löwenzahn wird am besten Vormittags gepflückt, da enthält er die meisten Pollen und den intensivsten Geschmack. Es ist ratsam Einweghandschuhe zu tragen, damit man sich die Finger nicht schmutzig macht. An den Blüten darf kein Stück des Stängels mehr dran sein, da er bitter schmeckt. Die grünen Blätter sind im besten Falle ebenfalls zu entfernen. Die Blüten nicht waschen, da sonst die Pollen fortgespült würden.

Die Blüten in einen Topf geben und 1 Liter kaltes Wasser hinzufügen. Das Ganze etwa 2 Stunden ziehen lassen. Danach erhitzen und kurz aufkochen lassen. Die Masse im Topf langsam abkühlen lassen. Die Löwenzahnblüten herausfiltern.

Den Saft und die abgeriebene Schale der halben Zitrone in die goldgelbe Flüssigkeit geben. Den Zucker hinzufügen, erhitzen und aufkochen lassen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Danach die Hitze reduzieren und solange unter gelegentlichem Rühren ohne Deckel simmern lassen, bis die Flüssigkeit zäh wird.

Ob der Sirup die richtige Konsistenz hat lässt sich leicht feststellen indem ein Löffel entnommen und abgekühlt wird. Ist er zähflüssig wie Waldhonig ist er fertig. Sollte er zu dick sein, kann der Sirup mit etwas Wasser verdünnt werden.

Nun den Sirup in sterilisierte Gläser abfüllen und kühl und dunkel lagern. Angebrochene Gläser im Kühlschrank aufbewahren.

Alternativ kann man den Löwenzahnauszug auch dazu verwenden um Gelee herzustellen, oder in Kombination mit Fruchtpüree zu Konfitüre zu verarbeiten.

Bis zur Verwendung friere ich den Auszug in sterilisierten Gläsern ein. Dabei ist darauf zu achten die Gläser nicht zu voll zu machen. Maximal bis 3 cm unter den Rand, damit das Glas beim einfrieren nicht zerbricht.

Löwenzahnsirup
Löwenzahnsirup

Wildkräutersalat

Um Wildkräutersalat machen zu können, musst du dich ein wenig mit der heimischen Flora auskennen. Sollte dies nicht der Fall sein, kannst du dich auf Löwenzahn beschränken und als Zusatz zu normalem Eisbergsalat oder Kopfsalat verwenden. Bitte darauf achten nur junge Blätter zu pflücken, da die älteren bereits sehr bitter schmecken.

  • Löwenzahnblätter
  • Spitzwegerichblätter
  • Rucola (Knoblauchsrauke)
  • Sauerampfer
  • Gänseblümchen (Blütenköpfe, Stängel, Blätter)
  • 2 – 3 Löwenzahnblüten
  • Salz, Pfeffer, Essig, Öl, Zucker
  • 2 EL frische Früchte z.B. Johannisbeeren, Himbeeren, Brombeeren oder Erdbeeren

Die Blätter spülen und in Mundgerechte Stücke rupfen. Gänseblümchenköpfe im Ganzen und die Stiele kleingeschnitten hinzufügen. Die Früchte mit einer Gabel quetschen oder klein schneiden. Zusammen mit Essig, Öl, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker zum Salat geben und abschmecken. Die gelben Blätter der Löwenzahnblüten rupfen und über den Salat streuen.

Angebratene Löwenzahnstiele

Dieses Rezept bietet sich an wenn du den Sirup machst. Denn dann hast du ohnehin um die einhundert Stiele.

  • Eine Schüssel voll Stiele
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, Basilikum
  • 10 Kirschtomaten
  • 500 g Spaghetti

Die Spaghetti nach Packungsanweisung bissfest garen.

In der Zwischenzeit die Stiele in kurze Stücke schneiden und den Knoblauch häuten und klein würfeln.
Das Öl in einer Pfanne erhitzen, die kurz Stiele andünsten, Knoblauch und Gewürze hinzufügen. Mitdünsten bis die Stiele weich sind.

Die Kirschtomaten waschen und halbieren.

Spaghetti mit einem Esslöffel Öl vermischen, die Stiele und die Tomaten untermischen.

Löwenzahntee

Alle Teile dieser Pflanze enthalten Bitterstoffe (z.B. Chinolin). Bitterstoffe wirken sich positiv auf den Körper aus. Unter anderem wird die Darmtätigkeit angeregt. Bei regelmäßigem Konsum von Bitterstoffen und gleichzeitiger Reduzierung von Zucker kann die Lust auf Süßes langfristig nachlassen. Weitere Infos zum Thema Bitterstoffe findest du bei der AOK.

Der Tee wird aus den Blättern und den Wurzeln der Pflanze hergestellt. Dazu werden im Frühling oder Herbst die Wurzeln ausgegraben und mit einer Gemüsebürste gesäubert.

Danach in kleine Stücke geschnitten und im Dörrautomat, dem Ofen bei 40°C oder an einem warmen Ort getrocknet. Die trockenen Wurzelstücke mit einem Mörser grob zerkleinern.

Zubereitung

  • 2 TL frisch gepflückte und gehackte Blätter
  • 1 TL getrocknete Wurzeln

Die Mischung mit siedendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Bei Bedarf etwas süßen.

Einen sehr ausführlichen Beitrag zum Thema Löwenzahntee findest du bei Mein schöner Garten.

Viele weitere tolle Anwendungsmöglichkeiten für diese außergewöhnliche, zu unrecht als Unkraut verschriene Pflanze findest du hier.

Weitere Rezepte findest du hier.

Vanillemuffins St. Patrick´s Style

Diese Muffins sind super fluffig und haben als kleine Überraschung ein Schokoladenstück im Kern. Natürlich passen sie zu jedem Anlass, nicht nur zum St. Patrick´s Day.

Für 12 Muffins braucht ihr folgende Zutaten:

  • 200 g Weißmehl (Weizen oder Dinkel)
  • 1 EL Roggenmehl 997 (optional)
  • 200 ml Sojadrink
  • 80 g Zucker
  • 5-6 Tropfen Vanillearoma* (oder 1 Vanilleschote ausschaben)
  • 50 ml geschmacksneutrales Öl
  • 50 g Speisestärke
  • 1 Pck. Backpulver
  • eine Prise salz
  • grüne Lebensmittelfarbe
  • 100 g vegane Schokolade

Die trockenen Zutaten ohne die Schokolade in einer Teigschüssel verrühren. Sojadrink, Öl und Vanilletropfen hinzufügen und mit einem Handmixer zu einem glatten Teig verarbeiten. Man kann auch Sojadrink mit Vanillegeschmack verwenden und den Vanilleextrakt weglassen, es schmeckt dann allerdings nicht ganz so intensiv nach Vanille.

Ein Muffinblech mit Förmchen auslegen und den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Von der Tafel Schokolade 12 Stückchen abbrechen, die Muffinförmchen zur Hälfte mit Teig füllen und überall ein Stück hineinlegen. Nun den restlichen Teig mit der grünen Lebensmittelfarbe einfärben und gleichmäßig in die Förmchen verteilen.

Die Muffins auf der mittleren Schiene für ca. 25 Minuten backen. Anschließend auskühlen lassen und dann mit Zuckerguss überziehen.

Vanille Muffins
Muffins nach dem Backen

Das ursprüngliche Rezept findest du hier.

Ein Rezept für leckere Zitronenmuffins findest du hier.

Weitere Rezepte findest du hier.

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3 Tipps für die beste Gemüsebrühe

Es gibt mehrere Wege Gemüsebrühe herzustellen und verschiedene Anwendungsmöglichkeiten für den hier beschriebenen Suppengrund.

Am besten geeignet und am nachhaltigsten sind Bioprodukte vom nächstgelegenen Hofladen bzw. Wochenmarkt. Biozertifizierungen garantieren ökologischen Anbau und die kurzen Transportwege minimieren den CO2-Ausstoß.

Suppengrund aus frischem Gemüse

du brauchst frisches Biogemüse. Die Gemüsesorten können je nach Angebot und Geschmack variieren.

  • 500 g Gemüse z.B. Karotten, Pastinaken, Knollensellerie, Zwiebel, ein kleines Stück Paprika, Brokkolistiel, Petersilienwurzel
  • eine Handvoll frische Kräuter oder 1 – 2 EL getrocknete Kräuter z.B. Petersilie, Basilikum, Rosmarin, Bohnenkraut, Liebstöckl, Thymian
  • eine Prise gemahlenen Pfeffer
  • ca. 45 g Salz
  • 2 sterilisierte Schraubgläser

Das Gemüse schälen, wiegen und in grobe Stücke schneiden. Mit einem Multizerkleinerer fein hacken. Ich verwende immer den, der bei meiner Küchenmaschine dabei war. Es gibt sie aber auch als manuelle und elektrische Einzelgeräte.

Suppengrund aus frischem Gemüse

Die Kräuter, den Pfeffer und das Salz (10% der Gemüsemenge) gut unterrühren und die Masse in die sterilisierten Gläser füllen. Gut festdrücken, sodass keine Luftblasen mehr zu sehen sind. Im Kühlschrank aufbewahrt hält die Masse mehrere Monate.

Wenn man eine Gemüsebrühe mit diesem Suppengrund kochen möchte benötigt man ca. 2 TL auf einen halben Liter Wasser. Je nach Geschmack noch etwas Salz hinzufügen und 15 Minuten köcheln lassen, damit sich der volle Gemüsegeschmack entfalten kann.

Salatdressing

  • 1 TL Suppengrund
  • 1 EL Olivenöl
  • 3 EL Essig nach Geschmack

Gut verrühren und zum Salat geben.

Suppengrund
Suppengrund im Glas

Suppenpulver ohne Salz

Dieses Pulver wird aus getrocknetem Gemüse hergestellt. Ich verwende dafür einen Dörrautomaten. Es ist natürlich auch möglich die Gemüsescheiben im Ofen zu trocknen. Hierzu habe ich aber keinerlei Erfahrungswerte. Geeignet sind hierfür die selben Gemüsesorten wie für den Suppengrund.

  • 800 g Gemüse z.B. Karotten, Pastinaken, Zwiebeln, Paprika
  • frische oder getrocknete Kräuter z.B. Bohnenkraut, Petersilie
  • ein steriles Schraubglas

Gemüse schälen und in dünne Scheiben schneiden. Gleichmäßig im Dörrautomaten verteilen und mehrere Stunden trocknen, bis sie wirklich hart geworden sind. Anschließend im Multizerkleinerer pulverisieren (Das geht auch wunderbar im Thermomix) und in das Glas füllen.

Karotten und Pastinaken im Dörrautomaten

Dieses Suppenpulver eignet sich wunderbar zum würzen von Salatdressing, Gemüsesuppen und Soßen. Außerdem ist es perfekt, wenn man Gemüsebrühe für Babys kochen möchte. Das Pulver ist an einem dunklen Ort mehrere Monate haltbar.

Wenn du Pulver für Bratensoße machen möchtest, ersetze einen Teil des Gemüses durch Champignons und füge zum Schluss Brotbrösel hinzu. Das Verhältnis sollte 1/4 Brotbrösel zu 3/4 Gemüsepulver sein. Verzichte auf jeden Fall auf Paprika. Wie du Brotbrösel selber machen kannst, findest du hier.

Um die Bratensoße herzustellen, bringe 1/2 Liter Wasser zum kochen, füge 2 – 3 TL des Pulvers und eine Prise Salz hinzu. Löse 1 gestrichenen EL Stärke in wenig kaltem Wasser auf und gieße es in die kochende Soße. Sofort mit einem Schneebesen unterrühren und unter stetigem rühren zu einer cremigen Soße eindicken lassen. Den Herd ausschalten und mit Deckel ein paar Minuten ziehen lassen.

Gemüsebrühe zum einfrieren

Bei der Herstellung von Suppengrund und Suppenpulver fallen viele Schalen und andere Gemüsereste an.
Es eignen sich wunderbar die Schalen von Karotten, Pastinaken, Petersilienwurzeln, Knollensellerie und die holzigen Strünke von Kraut, Blumenkohl und Brokkoli.

Das Gemüse in einen Topf geben, eine Prise Salz dazu und Wasser hinzugeben bis das Gemüse vollständig bedeckt ist. Auf niedriger Flamme 30 Minuten köcheln lassen. Abseihen und die Brühe in sterile Gläser füllen. Maximal bis 3 cm unter den Rand füllen, getrocknete Kräuter einstreuen, abkühlen lassen und einfrieren.

Gemüsebrühe
Gemüsebrühe im Glas

Warum Gemüsebrühe selber machen?

Foodwatch hat vor einiger Zeit verschiedene Produkte auf Mineralölrückstände getestet. (Den gesamten Artikel findest du hier) Leider waren auch Suppenpulver betroffen. Eine Zusammenfassung des Artikels findest du auf meinem Instagram Account.

Wenn du also den Suppengrund selbst herstellst ergeben sich folgende Vorteile:

  • keine künstlichen Zusatzstoffe und Aromen
  • Salzmenge wird selbst bestimmt
  • keine Mineralölrückstände
  • keine Plastikverpackung
  • gute Ökobilanz

Auch wenn es bedeutet, dass du an einem Tag einen erhöhten Aufwand betreiben muss, ist es dennoch lohnenswert. Ich mache i.d.R. zumindest vom Suppengrund größere Mengen und schenke das ein oder andere Glas her.

Weitere Tipps und Tricks zum Thema Nachhaltigkeit in der Küche findest du hier.

Weitere Rezepte findet ihr hier.